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Bild: Symbol Mann und Frau
Männer. Gesundheit. Frauen.

Eine Frage des Geschlechts

„Der kleine Unterschied“ ist ein großer. Denn Männer und Frauen unterscheiden sich bis in jede einzelne Zelle ihres Organismus. Das wirkt sich auch auf ihre Gesundheit aus.

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Freispruch für den Männerschnupfen

Eine Erkältung trifft Männer tatsächlich heftiger. Auch sind sie anfälliger für Komplikationen und müssen mit einer Grippe öfter ins Krankenhaus als Frauen. Der Grund: Ihr Immunsystem ist schwächer.

Das männliche Hormon Testosteron bremst die Vermehrung bestimmter Abwehrzellen, während das weibliche Östrogen dessen Produktion aktiviert. Nachteil Frau: Ihre starke Abwehr richtet sich häufiger gegen den eigenen Körper. So sind drei Viertel aller an Rheuma oder Multipler Sklerose Erkrankten weiblich.

Bild: Glühbirne mit Gehirn in rot und blau
Gehirn ist nicht gleich Gehirn: Ein Nervenzellkern sorgt für den eklatanten Unterschied bei Mann und Frau

Die Unterschiede bei den Gehirnen von Männern und Frauen sind eher klein. Bis auf den Nucleus präopticus medialis: Dieser Nervenzellkern sitzt tief im Gehirn und gehört zum menschlichen Sexualzentrum. Der Knotenpunkt wird für die Steuerung des „typisch männlichen“ Verhaltens verantwortlich gemacht: für Dominanz, Aggression und den Sexualtrieb. Bei Frauen sind diese entkoppelt und werden von verschiedenen Nervenkernen im Zwischenhirn gesteuert.

Depressionen? Männer sitzen das aus

Nur keine Schwäche zeigen! Auf eine psychische Erkrankung, etwa eine Depression, reagieren Männer aggressiv, greifen häufiger zu Alkohol und treiben exzessiv Sport, während Frauen antriebslos und ängstlich sind. Außerdem sprechen die meisten Männer nicht über psychische Nöte, nehmen seltener Expertenhilfe in Anspruch. Zwar leiden sie seltener unter Depressionen, sind aber suizidgefährdeter als Frauen.

Männer werden in Deutschland im Durchschnitt 78 Jahre und vier Monate alt. Viele Erkrankungen treten bei ihnen häufiger auf, vor allem auch Krebsleiden.

Gesundheitsfakt 1

Bild: Rosa Herz auf blauem Hintergrund
Frauenherzen schlagen schneller

Weil sie kleiner sind als die Herzen von Männern, müssen Frauenherzen acht Schläge mehr in der Minute absolvieren. Das sind 4 Millionen Schläge pro Lebensjahr. Während Frauen vor der Menopause durch Hormone vor Arteriosklerose relativ geschützt sind, steigt ihr Risiko danach enorm.

Gefährlich wird ihnen vor allem das Bauchfett. Es produziert Substanzen, die sich negativ auf Blutdruck und Blutwerte auswirken. Weil sich der Herzinfarkt bei Frauen eher mit Übelkeit, Schweißausbrüchen oder Rückenschmerzen bemerkbar macht, kommen sie im Schnitt 55 Minuten später ins Krankenhaus. 28 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer sterben an ihrem Infarkt.

Frauen werden in Deutschland im Durchschnitt 83 Jahre und zwei Monate alt. Sie stellen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung zwei Drittel aller Demenzkranken.

Gesundheitsfakt 2

Bild: Rosa Tabletten auf blauem Hintergrund
Gesundheitsrisiko durch Medikamente: Frauen leiden doppelt so häufig unter Nebenwirkungen wie Männer

Arzneimittel wirken bei Frauen anders als bei Männern, weil ihr Leberstoffwechsel und der Magen-Darm-Trakt anders arbeiten. Auch nehmen Frauen oft – ohne es zu wissen – eine zu hohe Dosis, denn die Wirkstoffe vieler Medikamente sind auf den Mann zugeschnitten.

Die Folge: mehr Nebenwirkungen und mögliche Schäden für die Gesundheit! Beispiel Blutdrucksenker: Einige reduzieren die Herzfrequenz der Frau deutlich stärker, sodass eine für den Mann angemessene Dosis für Frauen gefährlich sein kann.

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